Sammel- und Themengebiet: Reiseerlebnis

Die Unendlichkeit der Reiseerinnerung

und die Souvenir-Industrie und ihre wirtschaftliche Bedeutung sind im Ergebnis die Reiseerinnerung im Wohnzimmer. Von der Zeichnung bis zum digitalen Bild und damit in Verbindung die Darstellung der Landschaft, sind komprimierte Reiseerinnerungen. Sehr oft als Staubfalle im Wohnzimmer. Ein Schrecken der Nachkommen.

 

 

Heute gibt es schwere, teure und riesige Bildbände, zu fast allen Teilen der Erde. …immer mit viel wunderschöner Kultur und Natur, und oft mit ein wenig Alibi-Elend der Bevölkerung als Folklore. Hier kann man dann ein bischen „Elend“ schaudernd „angucken“ und weiterreisen.

Die Welt wird durch digitale Hochleistungskameras immer bunter, immer schöner und alles wird weniger, nur die Bilder werden mehr.

Tierarten, Baumarten und Landschaften werden immer weniger, drum muss alles fotografisch festgehalten werden. Die Reisebeschreibungen von einst, meist in Briefen.. münden in Apps, die an Handys angehängt sind. So eilt dann der „gebeugte“ Mensch durch die Landschaft, denn er muss ja gebeugt digital sehen, was vor ihm real ist.

Schön, einsam, ruhig…. wie lange? Das ist ja das Geheimnis des „Geheimtipps“, einmal weitergegeben, wissen es bald alle. Und dann, dann beginnt der ganz normale gnadenlose Kampf im Tourismus, und oft sind dann die Grasnarben und die Pflanzen weg, die man touristisch vermarkten wollte, wie auch einst das „Edelweiß“. Gerade im Oktober 2016 gab es einen Bericht von einer Schweizer Gemeinde/Region, die wie bei Citta Slow die Langsamkeit vermarktet, ohne Aufwand.