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Deutsch-Europäisches Travel -Tourism- Museum

 Reisekultur - Reiseforschung - Museumspädagogik & Museumstheater

 

 

 

 

 

 

 

 

                   

 

Der Gegensatz von Entwicklung und Zerstörung im Tourismus hat inhaltlich Platz in dem Reisemuseum.

Mitglied mit Museumsverband Brandenburg

Genau hier haben wir ja inzwischen das Allerweltswort der "Nachhaltigkeit" gefunden. Aber Nachhaltigkeit ist ja nichts anderes als das Wunschlied aller Eltern für die Kinder, das sie eine lange, gute Zukunft haben mögen. Auch Goethe sprach mit seinem Förster über die nächsten 150 Jahre Waldbestand. Man schaut 30 bis 40 jahre in die Zukunft und wünscht sich ein noch besseres Leben (in Europa nicht einfach) mit noch mehr Zufriedenheit, Gesundheit und Ressourccenschonung, damit noch Landschaft, Tiere und Lebensmittel für alle da sind. Und genau hier ist Marketing oft kein Weitspringer, sondern eine auf schnellen Erfolg getrimmte Idee vom Verkauf. Und hier kommt dann die Achillesferse des Erfolges. Wenige beherrschen Erfolg, aber das ist die größte Kunst. Hier sind wir, der Jounalist Rudi Kulzer und ich dabei, Beispiele zu sammeln. Ein Extrem und Hinweis auf das Problem sind die kommunal erworbenen Hotels auf Palma, die dann gesprengt wurden, um ein wenig Landschaft zurückzuhaben, die man ja auch verkaufen will. In Florenz, in Rom, in Berlin und anderswo ist die Bevölkerung nur Statist und einige wenige verdienen. Die Tourismuskonzepte kennen üblicherweise die Bewohner in Ihren Gutachten nicht. Aber die Bewohner sind die Gastgeber, die, die Auskunft erteilen, freundlich sein sollen, damit das Marketing der Nutznießen keinen Schaden nimmt, aber, kostenlos sein sollen.

Hier gehört die Tourismuskonzeption grundsätzlich verändert und der Nachweis der Wohlbefindlichkeitszuwächse muß  erbracht werden. Einem Mehr, steht immer ein Weniger gegenüber. Hier fehlt oft die Maßhaltigkheit, der Gesamtblick.

 

 

 

 

Zum Thema Marketing

2010 wirkten wir bei einer Onlinebefragung der Region mit. Hier steht meist das Marketing im Vordergrund. Im Marketing steht viel zu oft, wie in anderen Branchen auch, das langweilige "ich will mehr Gäste haben" im Vordergrund.

Das Regionen mit Ihren Bewohnern nicht immer einfach nur vor Entscheidungen von Interessensvertretern und Parallwelten werden möchten, ist oft egal. Das zudem nicht jeder Gast in jede Region paßt und man nicht alles haben kann, wird oft übersehen.

Die heile Natur

Da ist sie ja, die Natur und der Kulturlandschaft.. es ist wie eine Ermahnung, wie ein Museum zu Lebzeiten, einer Erinnerung an Mrächen, die man touristisch gut verkauft.

Das überwiegende "Goldlack" Prinzip zur Schaffung von Scheinwelten überfordert viele, viele Betriebe und Landschaften und bewirkt keine authentische und nachhaltige Entwicklung.

Ein selten deutliches Zeichen ist die Tourismusentwicklung in Brandenburg 2009, wo wieder mal mehr Gäste kamen, aber weniger verdient wurde.

Das ist der Punkt, der oft nicht besprochen wird: Aufwand und Wirkung. In Düsseldorf haben die Stadtbahnen bei einem Streik Geld verdient. Vielleicht kann mit weniger Aufwand an Marketingkosten und falschen Tourismuszielen mehr Geld  verdient werden und können mehr Arbeitsplätze mit Zufriedenheit und Zukunft geschaffen weden. Wenn man dem globalen Konkurenzdruck nicht aussichtslos und immer schneller rotierend, hinterher rennt, hat man vielleicht unbedachte Vorteile. In unserem Vorbild-Reisemuseum in Meran wurde in 2011 eine Ausstellung dem Kellner gewidmet. Die Zentralfigur aller (fast) gastromischen Wertschöpfung, ist meist weder per Lohn, noch Status noch Rechtssicherheit ordentlich und positiv zugeordnet. Die Wertschöpfungskette kennt viele Verlierer.

Man sieht es ja überall. Einfach nur Mehr, muß nicht richtig sein. Energieeffizienz können wir inzwischen alle sagen, und trotzdem wird einfach nur mehr Strom erzeugt.
Tourismuseffienz gibt es wohl nicht. Unter anderem durch Fördermittel und sich gegenseitig ausschließende sogenannte Zielgruppen, werden Wirkungen kaum erfaßt. Oft hat dies mit den Lebensstilen der Menschen nichts mehr zu tun.

Gerade in Brandenburg mit seiner sinkenden Bevölkerung, aber den hohen Gästezahlen die von Brandenburg nach Brandenburg reisen, ist das einfache "Mehr Gäste haben wollen", vielleicht nicht der einzige Weg zum Erfolg.

In diesem Auseinandersetzungsprozess wirken wir am Rande mit.